Gestern hatte das RAN zum ersten Mal Besuch, der nicht mit Werkzeug kam – sondern mit Plan und Zollstock.
Unsere Inneneinrichterin war zum ersten Mal auf der Baustelle. Gemeinsam mit dem Elektriker hat sie die Deckenauslässe für das Licht festgelegt und geprüft, ob Planung und Einrichtungskonzept im echten Raum aufgehen. Kurze Antwort: Sie gehen auf. Dieser Termin sitzt bewusst so früh im Ablauf – Lichtpunkte gehören dorthin, wo später Esstisch, Leseecke und Küchenzeile stehen, nicht dorthin, wo es die Rohbaulogik gerade bequem macht. In einem Massivholzhaus gilt das doppelt, denn was einmal im Sichtholz liegt, wird nicht mehr verschoben. Genau dafür bauen wir dieses Musterhaus: Sie sollen später nicht nur Wände sehen, sondern ein fertig gedachtes Zuhause.








Parallel ging es oben und unten weiter. Auf dem Dach wurde die Abdichtung aufgebracht, und die Attika – der umlaufende Dachrandabschluss des Flachdachs – wurde aus Konstruktionsvollholz errichtet. Sie fasst die Dachfläche ein und schützt die Ränder, die beim Flachdach am stärksten beansprucht sind.
Im Erdgeschoss wächst der Fußbodenaufbau: Die Lagerhölzer stehen, darauf werden die OSB-Platten mit dem Druckluftnagler verklammert. In die Gefache zwischen den Lagerhölzern kommt die Holzfaser-Einblasdämmung – der Boden wird warm und trittschallgedämmt, ohne eine einzige Fuge. Der Elektriker hat inzwischen die zweite Etage verkabelt, und an der Fassade kamen weitere Holzfaserdämmplatten dazu.
Vier Tage, und aus einer Bodenplatte ist ein gedämmtes, verkabeltes, von oben dichtes Haus geworden.
Heute feiern wir das – mit Richtfest, ab 15 Uhr an der Baustelle, mit Richtspruch, Bratwurst und Getränken. Kommen Sie spontan vorbei, jeder ist willkommen. Und für alle, die das fertige Haus sehen möchten: Am 31. Oktober ist Eröffnung – Besichtigungstermine gibt es bereits auf unserer Musterhaus-Seite.