Morgens um sieben liegt die Baustelle noch im Schatten des Nussbaums, aber die Kolonne ist schon da. Heute wird betoniert.
Vorher passiert das, was man auf keinem Hochglanzfoto sieht und was trotzdem über Jahrzehnte entscheidet: die Bewehrung. Zwei Lagen Betonstahlmatten, auf Abstandhaltern verlegt, an den Stößen überlappt und verrödelt. Die untere Lage nimmt die Zugkräfte aus der Plattenmitte auf, die obere sichert die Ränder. Dazwischen sind die Durchführungen für Abwasser und Leitungen exakt eingemessen – nach dem Betonieren lässt sich hier nichts mehr korrigieren.

Gegen Mittag kommt der Beton. Er wird eingebracht, mit der Rüttelflasche verdichtet, damit keine Lufteinschlüsse bleiben, abgezogen und geglättet. Ein paar Stunden später liegt die Platte da wie ein stiller See.

Und jetzt: warten. Beton härtet nicht durch Trocknen aus, sondern durch eine chemische Reaktion mit dem Wasser – deshalb wird die Platte in den ersten Tagen feucht gehalten und vor zu schnellem Austrocknen geschützt. Seine Normfestigkeit erreicht Beton nach 28 Tagen. Diese Zeit bekommt er von uns.
Ein Hinweis, weil wir oft danach gefragt werden: Die Bodenplatte gehört bei uns bewusst nicht zum Festpreis des Hauses. Sie hängt von Grundstück und Baugrund ab – und wird deshalb ehrlich einzeln geplant und kalkuliert, statt pauschal versteckt zu sein. Der Festpreis des Hauses selbst steht davon unberührt fest.