Am Freitag stand auf unserer Baustelle beides an: der letzte Arbeitstag einer bemerkenswerten Woche – und das Richtfest.
Fünf Tage nach der CLT-Lieferung steht das RAN: gedämmt, gedeckt, dicht.









Bevor angestoßen wurde, wurde allerdings gearbeitet. Dach und Erdgeschossboden bekamen ihre Einblasdämmung – Holzfaser, über den Schlauch direkt in die Gefache geblasen. Das Verfahren hat zwei Vorteile, die man später nie sieht und immer spürt: Die Dämmung sitzt fugenlos bis in den letzten Winkel, und es entsteht kein Verschnitt, denn geblasen wird nur, was gebraucht wird. Damit ist der Dachaufbau komplett: Abdichtung, Dämmung, Attika. An der Fassade wurden parallel weitere Holzfaserdämmplatten gesetzt.
Wer genau hinschaut, sieht auf dem Detailfoto den Aufbau der Außenwand: innen das Brettsperrholz, dazwischen das Fensterprofil mit seinen Dichtungsebenen, außen die Holzfaser. Drei Schichten, alle aus einem Gedanken heraus – Holz trägt, Holz dämmt, und jede Fuge dazwischen ist dicht.
Und dann: Bratwurst vom Rost, Kuchen, kalte Getränke. Wir haben unseren Handwerkern gedankt – jedem Gewerk, das in dieser Woche pünktlich kam und sauber gearbeitet hat. Denn genau das ist die eigentliche Leistung hinter fünf solchen Tagen: kein Spektakel, sondern Taktung. Jedes Gewerk greift ins nächste, weil vorher genau geplant wurde, wer wann was braucht. Nachbarn, Lieferanten und Freunde kamen dazu, ein Hund auch. So soll ein Richtfest sein.
Ab Montag geht es innen weiter: Elektro, Sanitär, Ausbau. Von außen wird sich das Haus nun langsamer verändern – innen dafür umso schneller. Wir bleiben hier im Bautagebuch dran.
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