In den vergangenen Tagen war es hier etwas still. Nicht, weil nichts passiert wäre – im Gegenteil. Auf der Baustelle ging es in großen Schritten voran, und parallel laufen bei uns die Vorbereitungen für die Eröffnung des Musterhauses am 31. Oktober. Zeit also für ein Update.
Wenn man sich bewusst macht, dass wir erst Bautag 13 haben, ist es fast erstaunlich, wie wohnlich das Haus schon wirkt. Die Wände sind gereinigt, der Boden im Obergeschoss ist bereit für den Belag, auf dem Dach steht die Photovoltaikanlage. Mit jedem Tag wird aus dem Rohbau ein Zuhause.









Photovoltaik: 10 kWp, ohne ein einziges Loch im Dach
Die PV-Anlage ist montiert und inklusive Batteriespeicher bereit zur Inbetriebnahme. Auf vergleichsweise kleiner Dachfläche bringt sie 10 Kilowatt-Peak Leistung – genug, um einen erheblichen Teil des Strombedarfs eines Einfamilienhauses selbst zu decken.
Ein Detail, das man auf den Fotos gut erkennt und das uns wichtig ist: Die Module sind nicht mit dem Dach verschraubt. Sie liegen auf einem aerodynamischen Montagesystem, das alle Module miteinander verbindet und mit Betonsteinen ballastiert ist. Die Attika rundherum nimmt zusätzlich Windlast weg. Das Ergebnis: Die Dachabdichtung bleibt vollständig geschlossen. Keine Durchdringung, keine potenzielle Schwachstelle, kein Risiko für die nächsten Jahrzehnte. Bei einem Flachdach ist das keine Nebensache – es ist der Unterschied zwischen einem Dach, das dicht ist, und einem, das dicht bleibt.
Obergeschoss: Fußbodenheizung komplett, Boden bereit
Im Obergeschoss ist die Fußbodenheizung vollständig verlegt. Auf den Trockenestrichplatten wurde bereits die Ausgleichsmasse aufgebracht, sodass als Nächstes der Bodenbelag folgen kann. Im Bad ist die Vorwandinstallation gesetzt, die Systemplatten mit den Heizschleifen liegen bis an den Randdämmstreifen – auch hier wird der Boden nach dem Trockensystem aufgebaut, ohne Nassestrich und ohne Trocknungszeit.
Parallel haben wir alle Sichtholzwände und -decken gereinigt und dort, wo es nötig war, kosmetisch nachgearbeitet. Brettsperrholz in Sichtqualität verzeiht keine halben Sachen. Wer im Oktober durch das Haus geht, soll Holz sehen, nicht Baustelle.
Highlight: Lehm auf Holz
An ausgewählten Wänden im Obergeschoss zeigen wir etwas, das man in Fertighäusern selten sieht: Lehmputz. Auf die Brettsperrholzwand kommen Lehmbauplatten mit Hanffaseranteil, darauf der Lehm-Oberputz in unterschiedlich pigmentierten Tönen. Auf den Fotos ist die Trägerschicht noch sichtbar – die warme, erdige Fläche, bevor der Oberputz die Farbe bringt.
Warum Lehm? Weil er Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt, Gerüche bindet und die Raumluft spürbar ausgleicht. Zusammen mit dem diffusionsoffenen Wandaufbau aus Holz und Holzfaser entsteht ein Raumklima, das man nicht erklären muss – man spürt es, sobald man den Raum betritt. Genau dafür bauen wir das Musterhaus: damit Sie Holz und Lehm nicht auf dem Papier, sondern in echt erleben können.
Erdgeschoss: Boden im Aufbau
Im Erdgeschoss läuft gerade die Verlegung des Bodens. Der Aufbau aus Lagerhölzern, OSB-Platte, Systemplatte und Trockenestrich ist abgeschlossen, jetzt folgt die Oberfläche.
Fassade: zwei Kuben, zwei Materialien
Von außen ist der Fortschritt inzwischen unübersehbar. Der untere Kubus erhält eine horizontale Holzfassade – die Profile sind bereits weitgehend montiert. Der obere Kubus bekommt als gestalterischen Kontrast eine Bekleidung in Schieferoptik in dunklem Anthrazit. Die ersten Platten sind gesetzt, und das Zusammenspiel aus hellem Holz und dunkler Fläche zeigt schon jetzt, wohin die Reise geht.
Beide Fassaden sitzen auf derselben Grundlage: Brettsperrholzwand, Holzfaserdämmung, Unterkonstruktion. Was außen sichtbar wird, ist Gestaltung. Was dahinter liegt, ist bei jedem Nørvik Haus gleich.
Es geht weiter
Bautag 13 von rund 30. Der Innenausbau nimmt Fahrt auf, die Fassade wächst, und in fünf Wochen öffnen wir die Türen zu einem fertig eingerichteten Musterhaus.
Wir freuen uns, wenn Sie am 31. Oktober dabei sind. Alle Informationen zur Eröffnung und zur Terminbuchung finden Sie unter: